Auf der Suche nach einer zweiten Erde

Kinder-Uni widmet sich einer der fundamentalsten Fragen

Über hundert wissbegierige junge „Studentinnen und Studenten“ der Federsee-Gemeinschaftsschule, konnte Rektorin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt im Foyer der Federseeschule zur ersten Vorlesung im laufenden Wintersemester der Kinder-Uni begrüßen. Angezogen wurden die Kinder durch die Frage: „Sind wir alleine im Universum? Oder gibt es noch andere Planeten, auf denen Leben möglich ist?“ Dies sei eine der fundamentalsten Fragen überhaupt, so die Schulleiterin, der sich - wie der rege Besuch zeigt - auch Kinder bereits gerne und mit großem Interesse widmen.

Erwartungsvoll wurde Professor Dr. Wilhelm Kley vom Institut für Astronomie und Astrophysik an der Universität Tübingen mit lautem Klopfen willkommen geheißen. Bereits die Teilnehmerbeiträge bei der Einführung zeigten, dass den meisten Kindern Außerirdische aus Literatur und Film wie Alf, E.T. oder Charaktere aus „Star wars“ sehr gut bekannt sind. Aber auch Wissen über unser Sonnensystem und seine Planeten, wie die Eselsbrücke für Planeten: „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“, konnten sie souverän einbringen.

Die Frage, ob es noch andere Lebewesen im Weltall gäbe, sei derzeit hochaktuell und in aller Munde, führte Professor Kley aus. „Denn zwei Exoplanetenforscher und ein Kosmologe haben 2019 für ihre Forschungsarbeiten den Nobelpreis für Physik erhalten“, so Kley. Die eine Hälfte sei an den Kanadier James Peebles für seine theoretischen Beiträge zur Kosmologie vergeben worden und die andere Hälfte an die schweizer Astrophysiker Michel Mayor und Didier Queloz. „Diese haben vor einem knappen Vierteljahrhundert den ersten bekannten Planeten außerhalb des Sonnensystems aufgespürt. Und für diese erste Entdeckung eines Exoplaneten um einen sonnenähnlichen Stern, sind sie nun mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden“, so Kley.

Auf seinen Power-Point-Folien veranschaulichte Professor Kley das Sternbild Pegasus mit den fünfzig Lichtjahre von uns entfernten Stern 51 Pegasi mit seinem entdeckten Expoplaneten. Die Entdeckung sei eine ganz besondere Herausforderung gewesen. Denn selbst mit den größten Teleskopen auf der Erde sei es (noch) nicht möglich, einen Exoplaneten direkt zu beobachten. Daher sei die Entdeckung nur möglich geworden, weil spezielle wissenschaftliche Messmethoden entwickelt wurden. Diese wurden von Professor Kley vorgestellt und in ihren Grundzügen erklärt.

 

Im All wimmelt es nur so von Erd-Doppelgängern

 

Die Exoplaneten sind für uns so interessant, weil gerade auf Ihnen, erdähnliche Verhältnisse herrschen könnten. Inzwischen kennen Astronomen mehr als 4000 dieser Exoplaneten in 3000 Planetensystemen – und das sei mit Sicherheit nur ein sehr kleiner Bruchteil der Planeten, die es draußen im Universum gibt. „Die NASA schätzt 4 Milliarden erdähnlicher Planeten in der Milchstraße.“, versichert Kley, „Im All wimmelt es also nur so von Erd-Doppelgängern“. Das heißt, es gibt viele darunter, auf denen ähnliche Bedingungen wie auf unserer Erde herrschen könnten und damit Formen von Leben möglich sind. „Daher ist die Wahrscheinlichkeit für Leben im All sehr hoch.“ 

„Ist es denn möglich, dass Extraterrestrische wirklich zu uns kommen?“, war eine der Frage, die zum Ende der Vorlesung seitens der jungen Zuhörerschaft gestellt wurden. Die Wege zu anderen Zivilisationen seien für uns zu „gigantisch“, so der Astrophysiker aus Tübingen, daher sei die Kontaktaufnahme zwischen möglichen intelligenten Lebensformen sehr schwierig. „Doch mit Sicherheit gehen Forschung und Suche nach erdähnlichen Planeten stetig weiter.“

 

 

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