Kinder-Uni: Darth Vader in der Autowerbung

"Kinder-Studenten" erhielten erstmals die Auszeichnung Federsee-Master

Bad Buchau. Im Frühjahr 2014 startete an der Federseeschule die Kinder-Uni am Federsee. Nachdem bereits mehrfach fleißige Vorlesungsbesucher die Auszeichnung “Federsee-Bachelor” erhielten, wurde nun erstmals an sechs ausdauernde und wissbegierige “Studenten” die Auszeichnung “Federsee-Master” verliehen. Schulleiterin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt gratulierte herzlich zu den besonderen Auszeichnungen und den damit verbundenen Preisen, die sie im Rahmen der letzten Kinder-Uni-Vorlesung vergab.

Anschließend hieß die Schulleiterin den Tübinger Medienwissenschaftler, Professor Dr. Guido Zurstiege an der Federseeschule willkommen, der sich der Frage ”Warum wirkt Werbung?” widmete. In seinen Ausführungen vor der interessierten jungen Zuhörerschaft blendete Professor Zurstiege zurück auf seine eigene Kindheit: “Wissenschaftler sind nicht bereits als Wissenschaftler auf die Welt gekommen. Auch sie haben mal klein angefangen”. “Der Weg zum Beruf ist nicht immer ein gerader“, gab er zu bedenken. Selbst schlechte Noten seien kein Grund, sich entmutigen zu lassen. Das Lesen, Sport und das Spielen mit Marionetten seien für ihn als Kind wichtige Hobbies gewesen. In der Garage eines Freundes habe er später mit diesem Filme gedreht, zahlreiche “Star Wars” Filmszenen analysiert und detailgetreu nachgespielt.

Zurstiege zeigte dann einen lustigen Star-Wars-Film, den er als Kind selbst gedreht hatte. Die “Studenten” waren begeistert. Danach folgte ein Spot, mit dem eine deutsche Automarke in den USA für ihr neues Auto warb. In dem preisgekrönten Film (siehe unter YouTube “Darth Vader Super Bowl) versuchte ein kleiner Darth Vader, mit Hilfe der “Macht” allerlei Dinge dazu zu bringen, ihm zu gehorchen. An diesem und anderen Beispielen verdeutlichte Zurstiege: “Werbung wirkt, weil sie oftmals Produkte mit Dingen in Verbindung bringt, die uns gefallen,” und hier werde z.B. die Star-Wars-Begeisterung der Kinder wirksam genutzt.

Doch Werbung wirke auch, so der Professor, “weil sie uns egal ist”. “Man denkt: Ist ja nur Werbung. Man fragt sich nicht: Ist das wirklich so?” Man behandle sie als Nebensächlichkeit und sei weniger kritisch, zeigte er an Beispielen auf. Aber die Werbung wiederhole sich immer wieder und bereits durch die bloßen “Kontakte” würden sich „Effekte“ ergeben.

Schließlich erzählt Zurstiege von dem Kinderbuch “Käpt’n Knopf geht an Bord”, das eigentlich eine “Verkaufsgeschichte” für Kreuzfahrten sei. Heute mache Werbung manchmal ganz offen erkennbar “Unterhaltungsgeschenke”, sagte er.

Die verschiedenen Beispiele aus der Werbung zeigten, dass neben Erwachsenen auch Kinder im Fokus der Werbung stehen. “Kinder hätten eine Menge Taschengeld und geben dieses vor allem für ungesundes Essen, insbesondere ungesunde Getränke aus”, so Zurstiege. Dies sei sehr bedenklich, denn die Ess- und Trinkgewohnheiten würden auch im Jugend- und Erwachsenenalter beibehalten.

 

Bei der sich anschließenden Fragerunde, wollten die Schüler u. a. wissen, wie Werbung auf Erwachsene im Vergleich zu Kindern wirke. “Kinder akzeptieren die ständig sich wiederholende Werbung viel eher als Erwachsene, wodurch diese Werbung vor allem bei Kindern Wirkung zeige”, so Zurstiege. Gerne ging der Medienwissenschaftler auf die vielen Fragen der interessierten Zuhörerschaft ein, und vertiefte seinen Vortrag kindgemäß durch anschauliche Beispiele.

 

Foto:  Professor Zurstiege von der Uni Tübingen und Schulleiterin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt (hinten rechts) mit den jungen „Studenten“ die in der jüngsten Vorlesung die Auszeichnung „Federsee-Bachelor“ und nun erstmals auch die Auszeichnung „Federsee-Master“ verliehen bekamen.

 

 

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