Essen in der Schulmensa wird teurer

Malzeit soll für Buchauer Schüler nach den Ferien zwischen 3,90 und 4,50 Euro kosten

BAD BUCHAU - Gleich zum neuen Schuljahr werden die Eltern der Buchauer Schüler eine Preiserhöhung verdauen müssen: Das Mensaessen wird teurer. Grund dafür sind gestiegene Kosten des Lieferanten, der Dornahof-Integrationsbetriebe, die sich künftig in

höheren Ausgabepreisen niederschlagen. Noch immer aber ist die Preisgestaltung

in den beiden Buchauer Schulen und im Kindergarten sehr unterschiedlich.

Ob ein Kind in der Federseeschule,im Progymnasium oder im Kindergarten Federseezwerge zu Mittag isst, macht geschmacklich keinen Unterschied: Alle Einrichtungen beziehen ihr Essen von den Dornahof- Integrationsbetrieben. Die Preise allerdings weichen erheblich voneinander ab: Kindergartenkinder und Federseeschüler bezahlten bisher 3,90 Euro für ihr Mittagessen, die Progymnasiasten kamen mit 3,20 Euro deutlich günstiger weg.

 

Und diese Unterschiede bleiben auch mit der künftigen Preisgestaltung erhalten (siehe

Kasten). Sie ergäben sich zum einen aus den unterschiedlichen Abnahmemengen, führte Hauptamtsleiterin Tanja Bloching in der Ratssitzung am Dienstagabend aus. Zum anderen ist die Ausgabe an den beiden Schulen unterschiedlich organisiert. Am Progymnasium wird die Ausgabe teilweise durch die städtischen Raumpflegerinnen gegen Entgelt übernommen, teilweise von der Elterninitiative „Dinnerladies“ gestemmt, deren ehrenamtlichen Einsatz die Stadt mit einem Zuschuss von bislang 60 Cent pro Essen unter unterstützt. Die Federseeschule dagegen muss mittlerweile hauptsächlich auf das Personal des Dornahofs zurückgreifen, was die Essenspreise um 2 bis 2,40 Euro deutlich erhöht.

 

Höhere Kosten, höhere Preise

 

Hinzu kommt nun eine Preiserhöhung der Dornahof-Integrationsbetriebe, die damit auf gestiegene Nahrungsmittelpreise und höhere Personalkosten reagieren. Federseeschule, Progymnasium und Kindergarten werden ab September pro bezogenes Essen – jeweils ein Hauptgang mit Dessert oder Suppe – 35 Cent mehr bezahlen müssen. In ihrem Beschlussvorschlag sprach sich die Stadtverwaltung nun weder dafür aus, die Preiserhöhung aufzufangen noch voll an die Eltern weiterzugeben. Für die Preisgestaltung kommen zudem noch weitere Faktoren mit ins Spiel: So möchte die Stadt nach wie vor das ehrenamtliche Engagement am Progymnasium, wo in der Woche derzeit 41 Mittagessen ausgegeben werden, honorieren. Da inzwischen aber nur noch die Hälfte der Essensausgabe ehrenamtlich organisiert ist, soll auch der städtische Zuschuss um die Hälfte gekürzt werden. Dadurch ergibt sich ein Essenspreis von 3,90 Euro. Sollte das bezahlte Personal künftig die Essensausgabe ganz übernehmen, erhöht sich der Preis auf 4,20 Euro.

 

Für die Federseeschule stehen im kommenden Schuljahr mit der neuen Mensa große Veränderungen an. Weil damit Essen in der Schulmensa attraktiver werde, rechnet die Schule mit einer höheren Nachfrage.

 

Schon jetzt werden 230 Essen pro Woche ausgegeben, an Spitzentagen bis zu 90 Essen. Zudem erhöht sich die Schülerzahl von 393 auf 428 Kinder und Jugendliche. Die neue Mensa sieht dagegen nur 134 Sitzplätze vor. Um die Essensausgabe geregelter zu gestalten und den Lärmpegel zu drosseln, sprach sich Schulleiterin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt für einen Zwei-Schicht-Betrieb in der Mensa aus. Es gehe auch darum, dass die Kinder in der neuen Mensa „eine gewisse Esskultur“ erfahren, so Sontheimer- Leonhardt. Allerdings erfordert ein solcher Zwei-Schicht-Betrieb auch einen größeren Personaleinsatz. Dadurch könnte sich der Essenspreis auf bis zu 4,50 Euro erhöhen; zunächst ist eine Preiserhöhung von 4,20 Euro vorgesehen.

 

Im Kindergarten Federseezwerge, wo wöchentlich immerhin 134 der insgesamt 400 ausgegebenen Mahlzeiten nachgefragt werden, entschieden sich Verwaltung und Gemeinderat dagegen bewusst gegen eine Preiserhöhung. Hier sei das Mittagessen Bestandteil der Ganztagsbetreuung und müsse von den Eltern bezogen werden, argumentierte Bloching. Zudem fielen zusätzlich hohe Gebühren für die Betreuung an.

 

Mit elf Stimmen sprach sich die Mehrheit der Räte für eine solche Preisgestaltung aus. Angelika Lipke und Karl-Heinz Kleinau hatten dagegen einen einheitlichen Preis gefordert und vier Euro für alle vorgeschlagen, ausgenommen Mitarbeiter der Schule. Dass auch die Lehrer indirekt von den Zuschüssen der Stadt profitieren, hatte zuvor auch Stefan Hohl kritisierte. (Text: Annette Grüninger, Schwäbische Zeitung 26. Juli 2018)

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