Die Nacht, in der die Buchauer Synagoge brannte

Siebtklässler der Federseeschule beschäftigen sich mit Bucher Juden und dem Schrecken der Pogromnacht

Bad Buchau - Bad Buchau - Mit dem Judentum haben sich die Schüler der Klasse 7a an der Federsee-Gemeinschaftsschule beschäftigt. Charlotte Mayenberger, Initiatorin der Gruppe "Juden in Buchau" gab den Schülern dazu tiefere Einblicke in das Leben früherer jüdischer Mitbürger in Buchau.Das jüdische Gotteshaus - die-Synagoge - zeigten die Schüler in einer einer weiteren Bildwand. Der Begriff "Synagoge" komme aus dem Griechischen und bedeute "Haus der Versammlung", wussten die beiden zu erklären. Was in einer Synagoge zu finden ist, zeigte eine andere Bildwand auf: Menora, der siebenarmige Leuchter, natürlich die Tora, die Truhe für die Torarollen, die Aron Kodesh, und, nicht zu vergessen, Ner Tamid, das ewige Licht.

Dass auch die Buchauer Synagoge in der Pogromnacht zerstört wurde, war natürlich auch ein Thema. Der jüdische Kalender wurde ebenfalls durchleuchtet und festgestellt, dass sich die Juden damit bereits im Jahr 5779 befinden, während der christliche Kalender erst bei 2018 ist.

Außerdem haben die Siebtklässler Symbole und Rituale des Judentums unter die Lupe genommen. Neben den Bildtafeln stand das große Modell der Buchauer Synagoge, das vor einiger Zeit im Werkunterricht entstanden ist.

Rektorin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt begrüßte Charlotte Mayenberger, die mit weiteren Zeitdokumenten und Bildern näher auf die Buchauer Synagoge und die damalige jüdische Bevölkerung einging. Anhand der Darstellungen konnten sich die Schüler ein Bild von der Synagoge machen, über den Ablauf der jüdischen Liturgie und über die Pogromnacht, der die Buchauer Synagoge, wie viele andere auch, zum Opfer fiel. Viele Fragen zum Thema Juden in Buchau stellten die Schüler an Mayenberger, die sie dank ihres fundierten Wissens sehr aufschlussreich beantworten konnte. Trümmerteile der damaligen Synagoge seien auf dem jüdischen Friedhof zu sehen, erklärte Mayenberger und erzählte, was damals in der Pogromnacht am 9. November 1938 auch in Buchau passiert war.

Die Unterrichtsstunde war leider viel zu schnell vorbei, aber die meisten Fragen konnten noch beantwortet werden. Mit einem Präsent bedankte sich die Klasse 7a und die Schulleitung bei Mayenberger für die interessante Schulstunde.

 Intensiv haben sich die Schüler der Klasse 7a mit Lehrerin Eva Elipe mit dem Judentum und deren Feste und Bräuche im Religionsunterricht auseinandergesetzt. Im Foyer der Federsee-Gemeinschaftsschule waren an Stellwänden die Ergebnisse ihrer Arbeit ausgestellt. Bei den Festen waren Jom Kippur und das Pessach-Fest zumindest einigen vom Hörensagen bekannt, weniger dann Sukkot (das Laubhüttenfest) und Chanukka. Zwei Schüler, Joschka und Martin erklärten den Anwesenden die Bildtafeln ausführlich, was auch Charlotte Mayenberger später mit "perfekt gemacht" lobte. (Text und Foto: Klaus Weiss, Schwäbische Zeitung Riedlingen)

 

Auf dem Bahndamm 3

88422 Bad Buchau

 

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