Kinder und Universitäten - eine lange Geschichte

Kinder erhielten erstmals die Auszeichnung „Federsee-Bachelor"

Etwa 60 Kinder besuchten die 6. Vorlesung der Kinder-Uni am Federsee. Davon konnten 26 der anwesenden Kinder für den Besuch von 6 Vorlesungen mit der Urkunde „Federsee-Bachelor“ ausgezeichnet werden.
Etwa 60 Kinder besuchten die 6. Vorlesung der Kinder-Uni am Federsee. Davon konnten 26 der anwesenden Kinder für den Besuch von 6 Vorlesungen mit der Urkunde „Federsee-Bachelor“ ausgezeichnet werden.

Gut besucht war die sechste Vorlesung der Kinder-Uni am Federsee. Das Thema „Kinder und Universitäten – eine lange Geschichte“, fand einen sehr interessierten und konzentrierten Anklang bei den kleinen Studenten. Als Dozent zu Gast war Michael Seifert, ehemaliger Pressesprecher der Uni Tübingen sowie Mitbegründer und Organisator der Kinder-Uni in Tübingen. Schnell war Seifert im Gespräch mit den Kinder-Studenten: „Was bedeutet eigentlich das Wort „Universität?“ Und was sind „Studenten?“

 

 

 

Was wird an der Uni über Kinder erforscht?

Schließlich begibt er sich mit den Kindern auf eine Zeitreise. Verblüfft vernahmen diese, dass vor 500 bis 600 Jahren die 12- bis 14-jährigen Buben an der Universität studierten. Das hing damit zusammen, so Seifert, dass es damals noch keine Schulen gab, wie wir sie heute kennen. Allerdings durften Mädchen damals noch nicht studieren. Dies wurde erst viel später, nämlich vor etwa hundert Jahren möglich.

 

Anhand verschiedener historischer Gemälde zeigte Seifert, dass es damals sog. Einführungsrituale an den Universitäten gab und das Leben ziemlich streng war. Zwischen 5 und 12 Uhr saßen die Studenten in den Vorlesungen, oft wurde gebetet und nachts war ein absolutes Stillschweigen angesagt. Zu den Mahlzeiten gab es meist Suppe und Grütze, Fleisch wurde nur an Festtagen gegessen. Damals tranken die Kinder sogar Wein, der allerdings nicht so stark war wie heute. Man hielt diesen für gesünder als Wasser, weil Wasser oft verunreinigt war.

 

Alle Kinder hatten sich an eine Kleiderordnung zu halten; verboten waren geschlitzte Kleider, Hosen und Turbane. Wer abends nicht im Internat war, musste in den sog. Karzer, den man heute noch in Tübingen besichtigen kann.

 

Ab dem Alter von 7 Jahren wurden die Kinder bereits als Erwachsene behandelt. Seifert analysierte mit den jungen „Studenten“ ein Gemälde von Pieter Brueghel, in dem man in Kleidung und Ausdruck keinen Unterschied zwischen Kinder und Erwachsene feststellen konnte. „Was wir heute als Kindheit kennen, wurde erst viel später erfunden“, so Seifert. Ab dieser Zeit gab es dann Spielzeug und Kinderzimmer; die Kinder lebten in ihrer eigenen Welt.

 

Erst heute sei die Beziehung zwischen „Kindern und Universitäten“ wieder ein wichtiges Thema. So etwas wie eine Kinder-Uni gebe es jedoch noch nicht sehr lange. Eine Pionierin auf diesem Gebiet war die berühmte Chemikerin und zweifache Nobelpreisträgerin Marie Curie, die Kurse für Kinder anbot, in denen sie z.B. physikalische Experimente vorstellte. Sie war der Auffassung, dass Kinder, die viele Fragen haben, mit Professoren zusammenkommen sollten, die diese beantworten könnten. Die erste Kinder-Uni wurde jedoch erst viel später in Tübingen gegründet. Das war im Jahr 2002. Nicht alle waren damals hiervon begeistert und fragten, was zum Teufel die Kinder an der Uni zu suchen hätten. Insgesamt erhielten die Vorlesungen jedoch eine tolle Nachfrage und es entwickelte sich eine riesige Kinder-Uni-Bewegung.

Heute gibt es etwa 350 Kinder-Unis auf der Welt und 500 000 Kinder, die eine solche besuchen können. Allerdings erhielte nur jedes viertausendste Kind die Chance, so Seifert. Zum Schluss zeigte Seifert einen lustigen Zeichentrickfilm zum Thema: „Chancen auf Bildung – unabhängig von der Herkunft“, der von der derzeit größten Kinder-Uni der Welt in Wien erstellt wurde.

 

Dass die Federseeschüler sehr fleißige Besucher der Kinder-Uni sind, zeigte sich im Anschluss an die Vorlesung. Hier wurde erstmals die Auszeichnung „Federsee-Bachelor“ verliehen. Dazu gab es aus der Hand von Rektorin Sontheimer-Leonhardt und Michael Seifert jeweils eine Urkunde und ein Kinder-Uni-T-Shirt. Außerdem erhielt jeder Kinder-Uni-Besucher ein brandneues Geolino-Heft. 

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