Kinder der Federseeschule lernen beim Kinder-Uni-Forschertag in Tübingen

Durch Anfassen, Erleben und Mitmachen gab es vielfältige Einblicke in die Wissenschaften

Die Kinder-Uni am Federsee beteiligte sich mit einer ca. 30-köpfigen Gruppe zum Kinder-Uni-Forschertag in Tübingen. Mit großem Interesse nahmen die Kinder, die von Lehrkräften sowie Schulleiterin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt begleitet wurden, an den verschiedenen Workshops teil. „Was verbindet Mathematik und Musik?“, „Wie setzt ein Anästhesist eine Narkose?“ oder „Was heißt eigentlich Philosophieren?“ Mit diesen und vielen anderen Fragen setzten sich die Kinder trotz hochsommerlicher Hitze aktiv und begeistert auseinander.

 

Die erste Anlaufstelle bildete der Alte Botanische Garten im Zentrum Tübingens, wo ein Kinderspielplatz und schattenspendende Bäume zum Verweilen einluden. Von hier aus startete die Gruppe zum ersten von zwei Workshops, die von den „Kinder-Uni-Studenten“ besucht werden konnten.

 

Der Workshop „Mathe in den Kopf“ war bereits im Vorfeld bei einer Abfrage der Interessen auf große Nachfrage gestoßen. Eine Rallye mit Schatzkarte führte zu fünf Stationen, die sich im Leibniz-Institut für Wissensmedien befanden. Dort konnte man angeleitet von Professor Dr. Hans-Christoph Nürk und studentischen Hilfskräften spielen, lernen, messen und Fragen stellen. An Computern und an einem Whiteboard galt es mathematische Aufgaben zu lösen; an einem sog. Legotisch ließen sich mit Hilfe von transparenten und weißen Legobausteinen Töne erzeugen sowie ganze Musikstücke komponieren. An anderen Stationen wurde aufgezeigt und im Selbstversuch erprobt, wie die Blickbewegungen eines Bildbetrachters registriert oder Gehirnaktivitäten gemessen und sichtbar gemacht werden können.

 

Danach ging es je nach individueller Interessenslage der Kinder in Kleingruppen mit verschiedenen Workshops in unterschiedlichen Instituten weiter: Mit der Frage „Was macht eigentlich ein Anästhesist im OP?“ befasste sich eine Schülergruppe im Hygieneinstitut. Ausgestattet mit Arbeitskleidung einschließlich Mundschutz und Kopfhauben konnten die Kinder in einem echten OP-Saal im Simulationszentrum TüPass bei einer Kindernarkose mit einem Simulationspatienten (fast) alles Notwendige nachstellen, wie bei einem echten Patienten.

 

Wichtige Hilfe galt es auch bei dem Workshop „Notfallmedizin“ zu leisten. Mit dem simulierten Rettungswagen im Trainingszentrum im Klinikum auf dem Schnarrenberg rückten die Kinder zu einem nachgestellten Unfall aus und erlebten selbst mit, wie sie dem Pateinten helfen konnten. Sie versorgten den Patienten am Unfallort, brachten ihn behutsam zum Rettungswagen, funkten an die Leitstelle und sprachen dem Patienten auch auf dem Transport gut zu.

 

Um Körper und Gesundheit ging es auch beim Workshop „Sehen ist Augen- und Kopfsache“. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich hier auf Normal- oder Fehlsichtigkeit vermessen lassen, wobei die grundlegenden Funktionsweisen des Auges erklärt wurden. „Cool“ fanden sie die optischen Illusionen, bei denen sie erfuhren, dass das Sehen des Auges immer wieder durch das Gehirn überstimmt

wurde.

 

Philosophie für Kinder

 

Eine andere „Studentengruppe“ machte sich – ausgestattet mit Schreibblock und Stift - auf durch die schöne Altstadt zur ehrwürdigen Alten Burse, wo Privatdozent Dr. Philipp Thomas diese zum gemeinsamen Philosophieren erwartete. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen, sei die Fähigkeit zu Philosophieren die vierte Kulturtechnik, zitierte Thomas den Philosophen Ekkehard Martens.

 

Den Einstieg für die wissensdurstigen Bad Buchauer Studenten bildeten selbstgestellte Fragen, wie z.B. „Wie stellt man sich die Unendlichkeit des Universums vor?“ Weitere Fragen und Gespräche über „gutes Handeln“ und „gute sowie schlechte Gründe des Handelns“ entzündeten sich an einer Geschichte, in dessen Mittelpunkt ein Büchersammler stand, der ausgeliehene Bücher nicht von sich aus, sondern nur dann zurückgab, wenn sich die Eigentümer meldeten.

 

Zurück im Alten Botanischen Garten wurden die Workshops teils mit „toll“ und „klasse“ kommentiert und die gesammelten Erfahrungen detailliert ausgetauscht. Kinder und ihre Lehrerinnen und Lehrer zeigten sich gleichermaßen zufrieden über den erlebnisreichen Verlauf des Forschertags in der Uni-Stadt.

 

Die Federseeschule Bad Buchau unterhält seit dem Frühjahr 2014 eine Kinder-Uni. Das Kooperationsprojekt zwischen der Federseeschule und der Universität Tübingen hat in Baden-Württemberg Modellcharakter. Die Gemeinschaftsschule am Federsee ist die erste Schule, die eine solche Kooperation mit einer Universität

eingegangen ist.

 

 

Federseeschule

Gemeinschaftsschule

Bad Buchau

 

Auf dem Bahndamm 3

88422 Bad Buchau

 

Schulleitung:

Elisabeth Sontheimer-Leonhardt

Gemeinschaftsschulrektorin

 

Sekretariat:

Tel:  07582 / 93 29 0

Fax: 07582 / 93 29 22

sekretariat(at)federseeschule.de

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