Warum können uns unsere Sinne täuschen?

Professor Uwe Ilg befasste sich an der Kinder-Uni mit den Sinnen und ihren Täuschungen

Warum können wir uns irren, fragte der Neurobiologe Uwe Ilg, der an der Universität Tübingen lehrt und für die Studentinnen und Studenten der Kinder-Uni am Federsee eine Fülle von Beispielen mitgebracht hatte.

 

Das sieht doch jedes Kind, dass ein Strich gerade ist. Von wegen! Die Sinne, und vor allem die Augen, lassen sich nämlich ganz schön täuschen. Der Mensch verfügt über fünf Sinne: sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen. Doch eigentlich kommen noch vier weitere dazu, so Professor Ilg, ein Sinn für Temperatur, einer für Schmerz, einer fürs Gleichgewicht und einer fürs Körpergefühl. Schmerzempfinden und Körpergefühl ließen sich gleich an verschiedenen Experimenten selbst ausprobieren.

 

„Wer erkennt ein Tier auf diesem Bild?“ fragte Ilg, der auf seiner Powerpoint-Präsentation viele unbewegte und bewegte Bilder mitgebracht hatte. Manche Kinder-Uni-Studenten sahen ein Wildschwein, die meisten erkannten jedoch einen Hund.

 

Tiere haben noch ganz andere Wahrnehmungsmöglichkeiten, so Prof. Ilg. Haifische haben eine starke Empfindung für Elektrizität, die ihnen hilft, ihre Opfer zu orten. Zugvögel haben eine Art Magnetkompass, der ihnen sagt, wo zum Beispiel Afrika liegt.

Beim Menschen ist das Sehvermögen der wichtigste Sinn. Viele Gebiete im Gehirn erhalten Signale von den Augen. Man müsse sich das Auge wie eine Kamera vorstellen. Von dort geht es ins Gehirn mit seinen vielen Nervenzellen, so Prof. Ilg.

 

Dann folgte ein kleines Experiment, bei dem jeder selbst feststellen konnte, dass die Verbindung zwischen Auto und Gehirn auch seine Tücken hat. Es gibt blinde Flecke, die man merkt, wenn man sich ein Auge zuhält und mit dem anderen auf ein Kreuz auf einem Blatt guckt. Die zuvor deutlich sichtbare Maus verschwindet plötzlich. Wird mit beiden Augen hingeschaut, ist sie wieder da.

 

Die Wahrnehmung lässt sich aber auch täuschen oder besser gesagt, es kommt bei ihr immer auf den Zusammenhang an. Sie orientiert sich an dem, was sie kennt, und wenn etwas plötzlich anders ist, dann merkt sie das nicht gleich. So enthalten zwei gleiche Bilder plötzlich unterschiedlich viele kleine Punkte, wenn man zwischendurch auf ein Bild mit höherer Punktezahl schaut.

 

Mit Farbe lässt sich ebenfalls zaubern. Wer lange genug auf eine rote Fläche schaut, auf der in weißer Schrift „Farbe“ steht, der produziert sich ein farbiges Nachbild, denn die genauso weiße Schrift auf einer weißen Fläche wird anschließend rosarot aussehen.

Auch der Film ist eine optische Täuschung, weil sich die schnelle Abfolge von Einzelbildern beim Betrachter in Bewegung verwandelt. Und auch zu den bewegten Bildern hatte Ilg viele Experimente zum Mitmachen auf Lager.

 

Schließlich ließ Ilg auch die Kinder am Mikrophon zu Wort kommen, die selbst Beispiele für optische Beispiele beschrieben und sich mit vielen klugen Fragen einbrachten. 

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