Bei der Moorochsenfasnet sind alle Schüler „sehr gut“

So kann Schule auch Spaß machen: „Fasnets-Lehrerin“ klärt die Schüler über das Buchauer Brauchtum auf

Bad Buchau/sz. Die Schulleitung der Feedersee-Gemeinschaftsschule hat zusammen mit der Narrenzunft Moorochs das Thema Moorochsenfasnet auf den Stundenplan der beiden dritten Klassen gesetzt. In zwei lustigen Unterrichtsstunden konnten die Schüler ihr Wissen rund um die Narrenzunft Moorochs vertiefen.

 

So wie am Montag wäre der Schulbesuch an der Federsee-Gemeinschaftsschule, zumindest für die beiden dritten Klassen, eigentlich jeden Tag eine tolle Sache. Vor den Schülern häuft sich ein Berg Häser, Masken und Utensilien auf. „Fast wie zu Hause auch“, scherzt Karin Lahl, die im Auftrag der Narrenzunft Moorochs mit weiteren Mitgliedern die Schule besucht. Nur einmal im Jahr ist Fasnet – und da sollteder Moorochsennachwuchs schon über die Narrenzunft und deren Maskengruppen Bescheid wissen.

 

Mit Karin Lahl war die Zunft mehr als gut vertreten. Zumindest den Moorochsenruf, gleich zu Beginn der Unterrichtsstunde, kannten schon mal alle Schüler. Lahl erklärte den aufmerksamen Schülern zunächst, wie die Fasnet entstanden ist und was die überhaupt mit Ostern zu tun hat: 40 Tage nach Aschermittwoch ist Ostern und Ostern ist immer sonntags nach dem ersten Vollmond im Frühling.

 

Dass die Masken aus Holz gefertigt sind, war allen Schülern klar. Dass aber der Maskenschnitzer nur Lindenholz verwendet, war weniger bekannt. Was an Kleidungsstücken zu einem richtigen Moorochs gehört, war auch keine schwierige Aufgabe. Doch dass der Moorochs seinen Namen einem Vogel am Federsee verdanken soll, war dann aber nicht füralle Schüler glaubwürdig. Einige wussten dann doch, dass damit die Rohrdommel gemeint ist.

 

Während des Unterrichts wurde spürbar, dass doch etliche der Schüler von Haus aus mit den Moorochsenmasken vertraut sind. Zwischenfragen zeigten das Interesse an der Narrenzunft und wurden von der „Fasnets-Lehrerin“ ausführlich beantwortet. Etwas gruselig klang die Entstehungsgeschichte der Galgenvögel, die auf den früheren Richtplatz im Galgental in Kappel hinweisen sollen. Und dass der Weller, auch eine der Masken der Zunft, der größte Süßwasserfisch im Federsee ist, war bei den Schülern ebenfalls schon bekannt. Vieler Worte bedurfte auch die Entstehung der Seerose nicht, da diese ja auf dem Federsee zu sehen ist. Die knorrige Riedmeckeler-Maske sorgte für einen bleibenden Eindruck.

 

Ein interessantes Frage- und Antwortspiel entwickelte sich, als die Schüler die Kleidungsstücke und Utensilien – weitgehend ohne Probleme – den Masken zuordneten und sie gleich den Maskenträgern übergaben. Vater Federsee, eine Einzelmaske in der Zunft,war zum Schluss dann auch kein Problem mehr für die Schüler.

 

Auch wenn sie schon recht gut Bescheid wussten, fanden die Schülern den Unterricht interessant. Schon allein deshalb, weil sie viele Fragen stellen konnten und ihr Wissen um die Narrenzunft rechtzeitig zur Fasnet vertieft wurden. Und dass sie die Masken auch mal ganz aus der Nähe anschauen konnten, war ein weiterer Pluspunkt bei den Schülern.

 

Bild und Text: Klaus Weiss

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