Federseeschule als Pilotschule ausgewählt

Bund und Länder wollen kluge Köpfe an Schulen entdecken und besonders fördern

Die Förderung von Mädchen im Mathematik und Naturwissenschaften ist ein Schwerpunkt der Bund-Länder-Initiative. Norbert Netz (Archiv)
Die Förderung von Mädchen im Mathematik und Naturwissenschaften ist ein Schwerpunkt der Bund-Länder-Initiative. Norbert Netz (Archiv)

Bad Buchau sz 125 Millionen Euro wollen Bund und Länder in den nächsten zehn Jahren in die Begabtenförderung an Schulen investieren. In einer bundesweit angelegten Initiative sollen Strategien entwickelt werden, um junge Talente zu entdecken und zu unterstützen. 39 baden-württembergische Schulen hat das Kultusministerium dafür in einem Bewerbungsverfahren als Pilotschulen ausgewählt – auch die Gemeinschaftsschule am Federsee in Bad Buchau.

Die Begeisterung an der Federseeschule war groß, als das baden-württembergische Kultusministerium Mitte der Woche die Namen der 39 Pilotschulen bekannt gab. „Das ganze Lehrerkollegium hat sich sehr, sehr gefreut“, berichtet Schulleiterin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt. Just an diesem Tag waren die Lehrer der Federseeschule zur Konferenz zusammengekommen. „Da war das natürlich großes Thema“, so die Rektorin.

 

Talente zum Vorschein bringen

 

Wie die Förderinitiative konkret umgesetzt werden soll und was der Status Pilotschule für die Federseeschule bedeutet, darüber kann Sontheimer-Leonhardt aber derzeit noch keine Aussage treffen. Im Herbst werden sich erstmals alle Pilotschulen in Stuttgart zusammensetzen, um Konzepte zu besprechen. Sie sollen darauf abzielen, „leistungsstarke und potenziell besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler“ zu fördern, wie es in einer Pressemitteilung von Kultusministerin Susanne Eisenmann heißt. Im Fokus stehen die Fächer Mathematik, Englisch, Deutsch und Naturwissenschaften. „Es geht darum, Talente zu entdecken und zu fördern, wie man sie zum Vorschein bringen kann“, erklärt Sontheimer-Leonhardt.

Dass mit der Federseeschule eine Gemeinschaftsschule ausgewählt wurde, freut die Schulleiterin ganz besonders. Denn hier träfen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen und verschiedenen Begabungen aufeinander. „Wir haben eine heterogene Schülerschaft“, so Sontheimer-Leonhardt. „Und wir haben viele Schüler, die Potenziale haben.“ Die Förderinitiative nehme besonders Schüler aus bildungsfernen Elternhäusern und mit Migrationshintergrund in den Blick. Als weiterer Schwerpunkt sollen Mädchen in den sogenannten Mint-Fächern – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – unterstützt werden.

Ansätze in diesen Bereichen seien an der Gemeinschaftsschule am Federsee bereits in vielfältiger Form vorhanden, sagt die Schulleiterin. So gehöre bilinguales Lernen zum Schulprofil. Im Sportunterricht oder auch im Steinzeit-Club würden ganz nebenbei Fremdsprachenkenntnisse in Englisch vermittelt. Aktuell geplant seien verschiedene Angebote in Mathematik, etwa ein Basic- und Einstein-Club. Hier könnten die Schüler individuell und innerhalb des Unterrichts ihre Matematikkenntnisse festigen oder auch vertiefen, erläutert die Schulleiterin.

Für sie bedeutet die Auswahl zur Pilotschule auch eine Bestätigung des bisherigen Konzepts. Das Kultusministerium hatte die Federseeschule ausdrücklich eingeladen, sich an dem Bewerbungsverfahren zu beteiligen. „Kriterium dafür war die deutlich erkennbare Bereitschaft zur Schul- und Unterrichtsentwicklung“, so Sontheimer-Leonhardt. Neben der Federseeschule haben sich in der Region auch das Störck-Gymnasium in Bad Saulgau, mit dem Buchauer Gemeinschaftsschule bereits zusammenarbeitet, sowie die Birkendorf-Grundschule und die Dollinger-Realschule in Biberach qualifiziert.Sie alle erhalten nun zwei zusätzliche Lehrerstunden, um ihr Förderkonzept zu entwickeln und umzusetzen. Außerdem sollen Bildungsforscher die Schulen auf ihrem Weg begleiten und unterstützen. Die Initiative startet am 1. Februar 2018 und ist auf zehn Jahre angelegt. In einer ersten Phase sollen zunächst schulische Strategien zur Begabtenförderung entwickelt oder weiterentwickelt werden. Anschließend übernehmen die Pilotschulen die Rolle des Multiplikators und geben die gewonnenen Ergebnisse an andere Schulen weiter. Text und Bild: Annette Grüninger, Schwäbische Zeitung Riedlingen, 21.07.2017

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