Stone-Age-Club der Federseeschule baut Siedlungsmodell

Das Modell eines Dorfes kann derzeit im Federseemuseum besichtigt werden

Foto (privat): Schülerinnen und Schüler des Stone-Age-Clubs mit ihrem Modell eines jungsteinzeitlichen Dorfes, das sich auf der Basis archäologischer Erkenntnisse rekonstruierten.
Foto (privat): Schülerinnen und Schüler des Stone-Age-Clubs mit ihrem Modell eines jungsteinzeitlichen Dorfes, das sich auf der Basis archäologischer Erkenntnisse rekonstruierten.

Bad Buchau (sz). Die Federseeschule

bietet in Geschichte einen bilingualen Club an. Dieser wird von den Schülerinnen und Schülern der Lerngruppen 5 jeweils ein halbes Jahr besucht und befasst sich mit der Frühgeschichte der Region. Angeboten wird der Club in Kooperation mit dem Federseemuseum Bad Buchau, im Rahmen dessen Lehrerin Anna Müller, die den Club leitet, und die Museumspädagogen Caroline Weyland und Patrick Geiger eng zusammenarbeiten.

Das Besondere an diesem sog. Stone-Age-Club ist jedoch auch seine bilinguale Ausrichtung: Im Club wird auf englisch unterrichtet und die Schülerinnen und Schüler können sich je nach Lernfortschritten auf englisch oder auch auf deutsch beteiligen. Um den Erwerb der Fachbegriffe zu sichern, werden diese jedoch immer auch auf deutsch eingeführt.

Der Club, der sich mit der Alt- und Jungsteinzeit und den früheren Siedlungen am Federsee beschäftigt, bearbeitet jeweils wechselnde Themen. „2018 setzten wir einen Schwerpunkt auf den Hausbau in der Jungsteinzeit und den Bau eines Modelles einer Siedlung“, erklärte Anna Müller. Hierzu ging dem Modellbau der Schülerinnen und Schüler ein Museumsbesuch voraus. Inspiriert von den Modellen in der Ausstellung, beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Siedlung Aichbühl (4.200 v. Chr.) und arbeiteten sich in die geschichtlichen Grundlagen ein. Sie erfuhren, dass die Siedlung einst im südlichen Federseeried lag und als eine der frühesten Feuchtbodensiedlungen in der Region bekannt ist. Nach ihrem Fundort wurde eine ganze Kultur benannt, die sog. „Aichbühler Kultur“. Bei Grabungen wurden ca. 25 Häuser nachgewiesen, wobei die Stelle in mehreren Phasen bebaut wurde. Die Häuser standen dabei in Reihen.

 

Um ein Siedlungsmodell zu entwerfen setzten sich die Schülerinnen und Schüler detailliert mit den archäologischen Ergebnissen auseinander. „Dazu wurden die Fachbegriffe durch die Museumspädagogen des Federseemuseums verständlich erklärt“, betonte Anna Müller. Als Fachlehrerin für Englisch und Geschichte sieht sie insbesondere auch die bilinguale Ausrichtung des Clubs als eine große Bereicherung, „denn die Englischkenntnisse können im Stone-Age-Club erheblich erweitert und gefestigt werden.“

 

Kooperation zwischen Schule und Museum

Angelehnt an die archäologischen Erkenntnisse rekonstruierten die Schülerinnen und Schüler die Häuser und statteten diese teilweise mit den typischen Vorplätzen aus. „Wir sehen das Federseemuseum nun bereits im 5. Jahr als einen sehr hilfreichen und verlässlichen Partner“, betonte Schulleiterin Elisabeth Sontheimer-Leonhardt. „Durch die enge Kooperation können geschichtliche Kenntnisse auf interessante Weise vermittelt und vor allem auch handlungsorientiert umgesetzt werden.“

Das Modell des Stone-Age-Clubs ist derzeit im Federseemuseum ausgestellt.

 

 

 

 

Auf dem Bahndamm 3

88422 Bad Buchau

 

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